Es geht los

leo1

Auf meinem Schreibtisch ist derzeit durchaus noch kein Mangel an Projekten, die vor Leo da waren und die entsprechend auch vorher bearbeitet werden: die Überarbeitung eines anderen Romans (Oh Gott, diese Szene, wo sie sich küssen! Ich wünschte, Ihr könntet das schon lesen…), die Leseprobe für ein neues Sachbuch, das Lektorat für eine Freundin, und dann noch der Papierkram, der sich immer so ansammelt.

Aber das heißt nicht, dass Leo warten muss, denn zum Glück habe ich mein Gehirn.
Bevor ich mich in eine Geschichte wirklich vertiefe, lasse ich es immer gern schonmal das Grobe erledigen.

tatze

Ich gehöre zu den Leuten, die gehen müssen, um zu denken, und mein Lieblingshund erinnert mich immer wieder freundlich daran, das zu tun… Während wir also gehen, lasse ich mir Leos Geschichte durch den Kopf wandern, überlege hier, zuppele dort ein bisschen… Und sobald ich nach Hause komme, schnappe ich mir meinen Rechner oder mein Notizbuch (manchmal nehme ich es auch tatsächlich mit) und schreibe alles unsortiert auf, inklusive ungelöster Fragen und kluger Zwischenrufe meines Hirns. Das sieht dann ungefähr so aus wie auf dem Bild oben, und es ist ein ziemlich sozial unverträgliches Unterfangen. (“Warte, ich kann gerade nicht, ich muss eben was aufschreiben.”)

In Leos Fall umfasst dieses grobe Gerüst im Augenblick drei Normseiten. Es dient meinem Gehirn dazu, sich weiter daran entlangzuhangeln, zu arbeiten und zu strukturieren, während ich andere Dinge tue. Und wenn wir uns das nächste Mal zusammensetzen, präsentiert es mir die Ergebnisse – und die Fragen, die es noch hat.
Sowas wie: Was ist eigentlich Leos Ziel? Wie hört das Buch überhaupt auf? Findest du den Schluss, wie er derzeit angedacht ist, wirklich befriedigend? Und diese saucoole Szene mit dem Gerüst, passiert die vor oder nach dem Midpoint? Und, mal echt, diese eine sowas von gar nicht jugendfreie Szene – hättest du sowas mit 14 lesen wollen?
Mein Gehirn diskutiert solche Fragen wirklich sehr angeregt mit mir, und ich freue mich schon auf unser erstes offizielles Meeting, sobald ich mit den anderen Aufgaben durch bin.

 

 

 

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